Brixen: Der Spagat zwischen Jahrhunderten

26.07.2016

Zwischen bunte Häuserfassaden und Wirtshausschilder wirft der Brixner Dom seinen langen Schatten. Hier klappern Löffel an Espresso-Tassen, dort klirren Gläser prostend aneinander. Besonnen, mittelalterlich, mondän präsentiert sich die Stadt nämlich nur auf den ersten Blick. Brixen ist auch dynamisch, bunt, voller Leben! Quirlig geht’s in so mancher Altstadtgasse her, christliches Flair umhüllt den Dom wie ein unsichtbarer Schleier – welche schöner Gegensatz! Nicht nur „Bischofsstadt“, sondern auch „Universitätsstadt“ und sogar „älteste Stadt Tirols“ darf sich Brixen nennen. Nach Bozen und Meran ist Brixen die drittgrößte Stadt Südtirols. Das sind Fakten. Hier aber kommen die Gründe, um die 21.189-Einwohner-Stadt mal zu erleben.


Moderne Tradition in Brixen

Millionen Jahre alte Berge umgeben Brixen. Sie recken ihre Spitzen hoch in den Himmel. Zu ihren Füßen aber vernetzen sich die mittelalterlichen Gassen der Stadt. Menschengruppen flanieren hier zwischen Boutiquen und Restaurants, sie tauchen ein in die Vielfalt von italienischer Mode und Eisacktaler Leckerbissen, traditionellen Läden und Aperitivo-Flair. Brixen – der Spagat zwischen traditionellem, kulturgeladenem Ambiente und modernem Lebensstil, zwischen italienischem Dolce Vita und urtypischem Südtiroler Charme.


Der Dom zu Brixen

Der Brixner Dom wird zwar von den Brixnern selbst nicht unbedingt „besichtigt“, aber früher oder später hat ihn jeder schon mal von innen gesehen. Im Brixner Dom gibt’s auch nicht nur einen Altar, sondern gleich 10 davon. Und was man da noch sieht, das sind Deckenfresken von Paul Troger – die einzigen, die der berühmte Barockmaler in Tirol geschaffen hat. Wer Brixen besucht, für den ist der Dom ein Muss.


Shopping, auf die gemütliche Tour

shopping

In jedem Urlaub ist auch Platz für einen Shoppingtag. Wobei hier aus „Shopping“ sofort ein gemütlicher Einkaufsbummel wird und aus der Besichtigungstour ein Flanieren. Denn wo die Stadt so viel Gemütlichkeit ausstrahlt und sogar die Läden großer Labels Boutiquen-Charme vermitteln, da lässt es sich wahrhaft entspannend bummeln.


Espresso, Gipfele, ein Glas Wein!

schokogipfel


Zwischen Shoppingtag und Dombesichtigung muss auf jeden Fall ausreichend Zeit für kulinarische Genüsse eingeplant werden. Kleine Cafès und schnuckelige Vinotheken laden ein, zum Frühstücken, zum Zwischendurch-Snacken, zum „Aperitivieren“ aber auch zum genüsslichen Schmaus. Wenn die Domuhr Mittag schlägt, dann duftet's aus den Restaurants und Bistrots. Saltimbocca alla Romana oder doch das Knödeltris? Auf der Terrasse mit Blick auf die Dolomiten oder in der traditionellen Stube? Hunger? Ja, bitte!


Kastanien

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Törggelen. Zur „fünften“ Jahreszeit brodelt im Eisacktal in so manchem Topf das Sauerkraut und der Duft von Geselchtem erfüllt die Küchen. Da wandert alles aufs „Brettl“ oder die Platte und es wird geschlemmt und reichlich Suser getrunken – der frische, noch nicht vergorene Wein – bis der Star des Abends seinen Auftritt hat: Die gebratene Kastanie! Mit etwas Butter bestrichen wandert sie in den Mund und sorgt ausnahmslos für „Hmmms“. Denn Törggelezeit, das ist DIE Genusszeit im Eisacktal!

Klein aber fein, das trifft auf Brixen wohl zu. Aber um die Stadt und das Flair, die Tradition und den Geist wirklich zu vermitteln, da reichen Worte nicht. Also muss man hin. Und dazu, ja, dazu rät wohl jeder einzelne der 21.189 Einwohner! :-)
fernrohr
                 
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